Heidemarie Schaffer Praxis für Psychotherapie
 
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Was ist Psychotherapie?

„Psychotherapie bedeutet, den ganzen Menschen, das heißt seine Seele, sein Gemüt, seinen Verstand und seinen Körper bei der Heilung zu unterstützen. (altgriechisch: psychḗ - Atem, Hauch, Seele)“

Psychotherapie ist die gezielte Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatischen Erkrankungen. Dabei kommen wissenschaftlich anerkannte Methoden systematisch zur Anwendung.

Gesetzliche Definition

"Die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich - psychotherapeutischen Methoden in einer Interaktion zwischen einem oder mehreren PsychotherapeutInnen, mit dem Ziel, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit der KlientInnen zu fördern."

Systemische Psychotherapie

Die systemische Psychotherapie sieht Probleme, Beeinträchtigungen und Störungen nicht isoliert und zusammenhanglos in der Einzelperson entstehen, sondern immer im Zusammenspiel und in der Auseinandersetzung mit anderen Personen. Dazu zählen PartnerInnen, Kinder, Familienangehörige, FreundeInnen, KollegenInnen, Vorgesetzte, usw.

Sowohl an der Entstehung, als auch bei der Lösung von Problemen sind mehrere Personen beteiligt.

Wissenschaftliche Definition

Die systemische Psychotherapie, die systemische Beratung und die systemische Supervision bauen auf modernen Konzepten systemtheoretischer Wissenschaft auf, die Eingang in alle Disziplinen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gefunden haben. Sie ermöglichen es, komplexe Phänomene, die menschliches Leben und Zusammenleben charakterisieren, komplexitätsgerecht aufzufassen und eine passende Methodik zu ihrer Behandlung zu entwickeln. Nach systemischem Verständnis ist der Mensch immer zugleich als biologisches und als soziales Wesen zu betrachten.

Die systemische Perspektive rückt deshalb die dynamische Wechselwirkung zwischen den biologischen und psychischen Eigenschaften einerseits und den sozialen Bedingungen des Lebens andererseits ins Zentrum der Betrachtung, um das Individuum und seine psychischen Störungen angemessen verstehen zu können. Die systemische Therapie und Familientherapie verfügen über eine eigene klinische Theorie und Methodologie zur Erklärung und Behandlung psychischer Störungen.

Psychische Krankheiten werden als Störung der Systemumweltpassung definiert. Individuelle Symptome werden als Ergebnis von krankheitserzeugenden und -aufrechterhaltenden Beziehungsmustern im Kontext der wichtigen Bezugspersonen gesehen. Diese Personen werden deshalb nach Möglichkeit und Bedarf in den therapeutischen Prozess mit einbezogen. Es stehen weiters geeignete Methoden für die Durchführung von systemischer Einzeltherapie und systemischer Paartherapie zur Verfügung. (nach Wilhelm Rotthaus)